Wer kennt ihn oder sie nicht, meist freundlich bei jedem Wetter unterwegs und immer in Eile! Genau der Postbote oder meistens doch die Postbotin.
Als ich im Sommer 1996 mit dem Realschulabschluss meine schulische Laufbahn erst mal an den Nagel hängte, begann meine Berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung bei der Deutschen Post AG.
Das hieß im Klartext eine kaufmänische Ausbildung über 2 Jahre mit der Option auf ein 3. Lehrjahr bei welchem man den Postverkehrskaufman erwerben konnte. In der Berufsschule standen Fächer wie Allgemeine Wirtschaftslehre, Textverarbeitung(Maschine schreiben), Datenverarbeitung(leider nur Excel), Postbetriebslehre, Mathematik und andere an. Für den Praxisteil der Ausbildung war man einem Zusteller zugewiesen, welche meist nicht ganz unglücklich über zwei helfende Hände waren.
Nach meinem Abschluss der Ausbildung 1998 hatte ich das Glück, einer der wenigen Auszubildenden sein zu dürfen, welche in der Niederlassung Suhl (meiner Heimatstadt) einen festen Arbeitsvertrag bekamen. Somit wurde ich auf eine Vertreterstelle gesetzt und lernte einige Ortschaften und ihre Poststellen im Umkreis kennen. Leider wurde mir die Arbeit, trotz kurzer Unterbrechung durch meinen Zivildienst in einem Kindergarten, schnell zu eintönig und ich versuchte mich intern um einen neuen Job zu bemühen. Da dieses aber leider überhaupt nicht möglich war, kündigte ich relativ unüberlegt und war somit arbeitssuchend. Sicher nicht die optimalste Lösung doch aus der heutigen Situation betrachtet, die richtige Entscheidung.